… ist schon fast vorüber und getan hat sich so einiges.
Gesehen haben Thomas und ich schon sämtliche Sehenswürdigkeiten in Kopenhagen. Auch die Uni kam natürlich nicht zu kurz. Dass hier in Kopenhagen so manches anders abläuft wie bei uns in Österreich, daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen.
Deshalb präsentiere ich euch quasi zum Einmonatigem die zehn „Kulturschocks“
1) Das Wohnen: Großstädte gibts bei uns ja auch, sogar noch größere als Kopenhagen. Aber die Wohnungen sind doch etwas ganz „spezielles“, denn eine Lärmisolierung wurde hier noch nicht erfunden. Thomas und ich hausten zuerst Zimmer an Zimmer, doch das gaben wir schon nach 2 Tagen wieder auf, nachdem wir den Atem des jeweilig Anderen hören konnten. Bei Partys wird prinzipiell das Fenster geöffnet und die Boxen möglichst laut eingeschaltet. Warum sich niemand beschwert, weiß ich bis jetzt noch nicht.
2) Der Verkehr: Nein kein Linksverkehr, aber dennoch etwas seltsam. Ampeln gibt es an jeder Kreuzung ca. 10 Stück. Biegt man nach Links ab, so meint man, man hat rot, da die Ampel des Querverkehrs gesehen wird. Nachdem man mir schon 2x hupte, kappierte auch ich, dass dies für mich anscheinend nicht gilt. Und beim Abbiegen nach Links mit dem Fahrrad hat man zuerst geradeaus zu fahren, und dann über den Zebrastreifen zu gehen. Kappiert? Naja, ich brauchte auch eine Woche.
3) Disziplin: Fußgänger die bei rot über die Ampel gehen sieht man nirgends. Verständlich, würde die Straftat auch 600 DKK kosten (~80 €uro)
4) Apropos Kosten: Willst du eine Cola trinken (in einem Restaurant) dann kostet dich das 38 DKK (~ 5,40 €uro). Parkst du das Auto für eine Stunde, dann halte bitte 45 DKK oder 6,05 €uro bereit. Sowieso kostet hier alles unmengen mehr, als bei uns in Österreich
5) Sprache: Dänisch und Englisch ist für JEDERMANN hier in Dänemark kein Problem. Selbst der grauhaarige Fahrradhändler an der Ecke spricht perfekt Englisch
6) Apropos Fahrrad: Fahrradfahrer werden hier als aktive Verkehrsteilnehmer geachtet. Dh. Praktisch überall Vorrang. Das Problem eines Fahrradparkplatzes ist hier weitaus größer, als dass eines Autos (das Parken des Fahrraded ist hingegen gratis).
7) Luxus: Wenn man Dänemark mit Österreich vergleicht, könnte man meinen die Dänen schwimmen im Geld. Wenig verwunderlich wenn man bedenkt, dass hier 60 Prozent (!) Steuern zu zahlen sind. Im Vergleich dazu Österreich ledeglich 42 Prozent. Tja man möge sich vorstellen in Österreich werden die Steuern auf 60 Prozent erhöht?! Unvorstellbar. Die Donnerstagsdemonstationen bekämen wohl einen neuen Inhalt.
8) Freundlichkeit: Man könnte manchmal schon fast meinen, sie meinen es nicht ernst. Aber es ist so. Steht man eine Minute planlos in der Gegend herum, kommt mit Sicherheit jemand auf dich zu und hilft dir, auch dann, wenn du gar keine Hilfe benötigst.
9) Volkssport: Handball
10) Wetter: Sonne solls anscheinend auch geben, wenn man mich fragt ist das jedoch ein Gerücht. Zuletzt gesehen am 10. Februar. Und das im Fernsehn! Ansonsten: Kalt, stürmisch, regnerisch, Schneefall, … alles was das Herz begeehrt!
Lg patrickwiedl
Verfasst von mrrem
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