Börsencrash und andere Krankheiten

Tjaja, die Börse crasht jeden Tag aufs Neue. Der Grund ist die allgemeine Verunsicherung nicht nur der Spekulanten, sondern auch der „Otto-Normalbürger“. Immer mehr Geld wird von Kunden bei den Banken abgezogen, in der Angst, es sonst zu verlieren. Dass dies ein Dominoeffekt in sich birgt, ist leider nur den wenigsten klar.

TV Total hat die allgemeine Meinung zu den Börsenvorgänge der letzten Tage auf der Straße eingeholt. Dass es nicht nur an der Börse, sondern auch am Menschenverstand krankt, wird hier offensichtlich.

 

 

Warren Buffett, ein genialer Börsenguru etwa meinte: „Habe Frucht, wenn die anderen gierig sind, sei gierig, wenn die anderen sich fürchten. Jetzt geht die Furcht um.“ Dh es sollte investiert werden. Das ganze Interview gibts hier zum nachlesen!

Schon einmal spielte sich ein ähnliches Szenario ab, als ein Schuverkäufer George Soros empfahl in Aktien zu investieren. Daraufhin verkaufte Soros seine gesamten Anteile. Als Grund gab er an, dass wenn schon Schuverkäufer wissen, dass man mit Aktien Geld verdienen kann, dann sind zuviele Leute gierig.

Zwei Tage später brachen die Börsen ein und Soros ersparte sich Millionen.

 

Wie nervös die Börsen derzeit reagieren, zeigt ein Tagebucheintrag eines Analysten der OÖNachrichten. Wirklich zum schmunzeln ;-)

7 Uhr 22: Negative Vorgaben aus den USA vom Vortag drücken die Börsenkurse in Hongkong nach unten.

8 Uhr 35: Positive Signale von der EZB entfachen ein Kursfeuerwekr an den europäischen Börsen.

9 Uhr 41: Gerüchten zufolge soll der deutsche Finanzminister ein neues Dienstauto bekommen – BMW-Aktien schnellen nach oben, Daimler-Benz verliert dramatisch!

10 Uhr 33: In einem Plastikspielzeug aus China werden giftige Substanzen entdeckt – die Börse in Shanghai bricht ein.

10 Uhr 44: Die Meldung, dass in Peking ein Fahrrad umgefallen ist, drückt die Kurse weiter nach unten.

11 Uhr 17: Der russische Ministerpräsident verspricht Finanzhilfe für Island – die Derivate für Walfleisch legen kräftig zu.

12 Uhr 02: Hoffnung für den chinesischen Markt – Angela Merkel speist in einem Chinarestaurant. Chinesische Aktien steigen fulminant.

12 Uhr 55: Angela Merkel hat Magenbeschwerden – chinesische Aktien fallen ins Bodenlose.

14 Uhr 21: Alan Greenspan liegt mit Grippe im Bett – die Börse in New York bricth dramatisch ein, Pharma-Werte legen jedoch kräftig zu.

14 Uhr 55: Berlusconi telefoniert mit Bertelsmann und Dichand – Aktien von Medienkonzernen zeigen deutchlichen Aufwärtstrend.

16 Uhr 18: Die Bild-Zeitung bericthet, dass Nicolas Sarkozy und Carla Bruni einen Sambakurs belegen wollen – brasilianische Aktien gehen steil nach oben.

17 Uhr 05: John McCain erzählt Barack Obama einen Witz – beide lachen – endlich ein Lichtblick für die amerikanische Wirtscahft – die Wall Street reagiert entsprechend.

18 Uhr 45: laut CNN mag der amerikanische Finanzminister kein Sushi – keine guten Vorgaben für Tokio.

19 Uhr 20: Mein Beislwirt gibt eine Gewinnwarnung heraus – Brauwerte verlieren eklatant an Wert.

21 Uhr 12: Die Nachtschwester kommt herein und sagt mir, ich soll endlich meine Tabletten nehmen – Napoleon hätte sie schon längst genommen und schlafe bereits tief und fest – bin schon neugierig, wie die Pariser Börse darauf reagieren wird.

 

lg patrickwiedl

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